Tag 2 – So ein Fluss hat etwas Praktisches

Mittwoch, 6. Juni 2018 – Tag 2 – Koblenz bis Heider Bergsee
92 km von total 232 km

Sonnig, nachmittags leichte Bewölkung, trocken, mäßiger Wind aus Nordosten, Temperatur 19 – 35 Grad Celsius

 

Heute ist eine kürzere Etappe geplant. Eigentlich hätte sie schon gerne etwas länger sein dürfen, aber die Campingplätze liegen sehr weit auseinander, da will ich nicht noch einen langen Tag anhängen. Es soll auch wieder heiß werden.

Also früher Start. Trotzdem sind die anderen Radreisenden die um mich herum zelten, fast alle schon vor mir weg. Ich muss erstmal Routine im morgendlichen Packen bekommen. Eigentlich muss ich in noch viel mehr Dingen Routine bekommen, die mit Radreisen zusammenhängen. Wird schon.

Ein letzter Blick auf das Deutsche Eck und dann geht es nordwärts. Immer den Rhein abwärts. Der Radweg führt meistens am Fluß entlang. Nur gelegentlich zwingen mich Hafengebiete oder Städte ins Hinterland. Andernach zum Beispiel. Hier geht die Schulung weiter. Ausschau halten nach den wichtigen Dingen auf einer Radtour. Eine Bank, ein Bäcker, ein Kiosk, kleinere Läden die es kaum noch gibt. Supermärkte sind schlecht weil ich das Rad zu lange unbeaufsichtigt lassen muss. Klaut wahrscheinlich sowieso keiner bei dem Gewicht und die Wertsachen habe ich immer bei mir.

Am Rhein entlang Horden von Rentnern auf E-Bikes. Bin trotzdem schneller. Gelegentlich kommen mir andere Radreisende mit großem Gepäck entgegen. Irgendwann ist es Zeit fürs zweite Frühstück. In Bad Breisig muss ich durch den Ort und finde einen Bäcker mit Parkmöglichkeit für mein Gespann. Getränke sind schweineteuer beim Bäcker. Aber ich brauche was Eiskaltes bei diesem Wetter. Direkt hinter dem Ort dann ein schattiges Plätzchen und ich mache eine kurze Rast am Rhein.

Dann der erste Plattfuss dieser Tour. Vorderrad. Ein platter Reifen bedeutet sofortiges absteigen und schieben. Sonst Sturz. Das schwere Rad wird unbeherrschbar. Knapp hundert Meter später finde ich Schatten unter einer Brücke. Vorne die Taschen runter und das Rad ausbauen. Braucht auch etwas Übung. Ist nicht so einfach wie mit Schnellspannern beim Rennrad. Das Loch ist schnell gefunden. Glatter Durschschuss. Kein langes Suchen nach spitzen Gegenständen im Mantel. Also flicken und dann weiter. Kostet mich trotzdem fast eine halbe Stunde. Was soll’s.

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Sommerreise 2018

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